DAS NEMETSCHEK FORUM.

Volksherrschaft oder Zuschauerdemokratie? Wie viel Streit brauchen wir in der Politik? Wie viel Vertrauen braucht die Demokratie? Beim Nemetschek Forum setzen sich spannende Gästen aus Politik, Wissenschaft und Kultur mit Grundfragen unserer Demokratie auseinander.

Dabei bieten die Nemetschek Foren mehr als unterschiedliche Standpunkte und kontroverse Meinungen: Die Zuschauer sind aufgefordert, mittels verschiedener Abstimmungen interaktiv in den Diskussionsverlauf einzugreifen. So lässt das Nemetschek Forum Stimmungsbilder in Echtzeit entstehen und bietet Raum für unmittelbaren Meinungsaustausch.

Die Veranstaltungsreihe wurde 2012 im Rahmen der Stiftungskampagne „Das ist Demokratie.“ ins Leben gerufen. Unter der Moderation von Wolf-Christian Ulrich (ZDFinfo) diskutieren auf dem Podium jeweils drei Gäste über unterschiedliche Aspekte von Demokratie.

DIE NÄCHSTE VERANSTALTUNG.

Black Box im Gasteig
Dienstag, 7. Juni, 18 Uhr
„Heute top, morgen ein Flop?
Polit-Newcomer im deutschen Parteiensystem.“

Kleine Parteien erleben in Deutschland seit einigen Jahren große Erfolge, scheitern oft aber nach kurzer Zeit. Jüngstes Beispiel ist die Piratenpartei, die nach großen Erfolgen bei den Landtagswahlen u.a. in Berlin, wo sie aus dem Stand über 8 Prozent der Stimmen erhielt, derzeit in Umfragen nur noch bei einem Prozent liegt.

Auch innerhalb der Parteien haben es Newcomer schwer – an der klassischen „Ochsentour“ scheint oft kein Weg vorbeizuführen.

Warum misslingt Quereinsteigern so häufig der Durchbruch in der deutschen Parteipolitik? Wovon profitieren sie anfangs, was schwächt sie am Ende? Sehnt sich Deutschland nach Alternativen zu den etablierten Parteien und Politikern?

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ES DISKUTIEREN:

Mechthilde Wittmann
„Sie ist genau so, wie sich Parteichef Horst Seehofer die großstädtische CSU-Vorzeigefrau wünscht.“ (Süddeutsche Zeitung)

Mechthilde Wittmann sitzt für die CSU im Bayerischen Landtag. Seit sie 15 Jahre alt war, ist sie politisch aktiv und hat in ihrer Partei klassisch Karriere gemacht: Zunächst mit Ämtern auf Kreis- und Bezirksebene, ehe sie 1994 als jüngste Stadträtin in den ehrenamtlichen Stadtrat der Landeshauptstadt München gewählt wurde.2013 wechselte sie in den Bayerischen Landtag. Als eine von wenigen Frauen in den Führungsgremien der bayerischen CSU kämpft sie nicht nur für ihre politischen Ziele, sondern gelegentlich auch mit den Strukturen ihrer Partei.

Martin Delius
„Die Piraten hatten das Misstrauen in die Politik so verinnerlicht, dass sie Politiker mit Mandat ablehnten – auch ihre eigenen.“ (Die Zeit)

Martin Delius war Mitglied der Piratenpartei und einer ihrer profiliertesten Köpfe. Er sitzt für die Piraten seit 2011 im Abgeordnetenhaus von Berlin; dort ist er Vorsitzender seiner Fraktion – sein Mandat und den Fraktionsvorsitz behielt er auch nach seinem Parteiaustritt Ende 2015. Delius gilt als „seriös, politisches Talent und kluger Kopf“ (SZ) und ist daher bei anderen Parteien durchaus begehrt.

Prof. Dr. Dietmar Herz
„Der Alltag entzaubert die Hoffnungsträger“ (Der Spiegel)

Dietmar Herz ist Professor für Politikwissenschaft an der Universität Erfurt. 2009 verließ er die Universität und wechselte in die Landespolitik: als Staatssekretär im Thüringer Justizministerium. Nach fünf Jahren in der Politik ging er zurück in die Wissenschaft – und zog eine ernüchternde Bilanz: „Um in der Politik Erfolg zu haben, muss man Präsenz zeigen. Qualifikation ist meist zweitrangig.“

BILDER UND BISHERIGE FOREN.

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