Nemetschek Forum

Volksherrschaft oder Zuschauerdemokratie? Wie viel Streit brauchen wir in der Politik? Wie viel Vertrauen braucht die Demokratie? Zu diesen und anderen Fragen bietet das Nemetschek Forum zweimal im Jahr in der Black Box im Gasteig frische Denkanstöße.

Dabei gibt die Diskussionsveranstaltung Raum für den unmittelbaren Meinungsaustausch: Die Zuschauer sind aufgefordert, mittels verschiedener Abstimmungen interaktiv in den Diskussionsverlauf einzugreifen. So entstehen durch unterschiedliche Standpunkte und kontroverse Meinungen in Echtzeit Stimmungsbilder zu aktuellen Themen.

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Die Veranstaltungsreihe wurde 2012 im Rahmen der Stiftungskampagne „Das ist Demokratie.“ ins Leben gerufen. Unter der Moderation von Wolf-Christian Ulrich (ZDF) diskutieren auf dem Podium jeweils drei Gäste über unterschiedliche Aspekte von Demokratie.

Das Forum am 3. Mai 2017

Das Gute bewahren. Das ist seit jeher der Wahlspruch der Konservativen. Doch wer kümmert sich eigentlich um die Bewahrung des Konservatismus? Angela Merkel verordnete der CDU einen Modernisierungskurs, die Partei rückte in die Mitte des politischen Spektrums. Die Unterschiede zu SPD und Grünen verwischen. Es scheint, als wolle heute niemand mehr konservativ sein. Doch die Erfolge der AfD zeigen: Es gibt sie noch, die konservativen Wähler, und sie fühlen sich zunehmend vergessen.

Warum ist konservativ sein heute scheinbar so unpopulär? Was bedeutet Konservatismus überhaupt und welche Parteien vertreten eigentlich konservative Themen? Hat die Union durch ihren „Linkskurs“ die Erfolge der AfD erst möglich gemacht? Und wären die Grünen nicht doch der natürliche Partner der CDU?

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Josef Schmid

„Was wir brauchen ist ein moderner, liberaler Konservatismus“

NF_Bild15… sagt Münchens zweiter Bürgermeister Josef Schmid. Mit Forderungen nach mehr Kita-Plätzen, Klimaschutz und einem differenzierten Umgang mit Flüchtlingen steht er für eine liberale Großstadt-CSU. Wohl auch deshalb hat er die Partei in München wieder in eine Regierungsbeteiligung gebracht. Doch er weiß, dass es der CSU schaden würde, ihre konservativen Stammwähler zu vernachlässigen.


Jan Fleischhauer

„Am Anfang versuchte ich, meine konservativen Neigungen zu unterdrücken“

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… sagt der Spiegel-Redakteur und Autor Jan Fleischhauer. In seinem Bestseller „Unter Linken“ beschreibt er sein „Coming-out“ als Konservativer, der in einem typisch linken Milieu aufwuchs. Er glaubt, niemand in Deutschland, der noch bei Trost ist, würde sich selbst als rechts bezeichnen – schon „konservativ“ komme den meisten nur schwer über die Lippen. Zugleich sagt er: Es ist gar nicht so schlimm, nicht links zu sein.


Prof. Dr. Oskar Niedermayer

„Momentan gibt es keine Galionsfigur des konservativen Denkens“

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… sagt der Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer. Er forscht an der Freien Universität Berlin zu Parteien und Wahlen. In seinen Augen vernachlässigt insbesondere die CDU konservative Wählerinnen und Wähler und stärkt damit rechte Parteien. Die Union müsse ihren unter Angela Merkel eingeschlagenen Modernisierungskurs nicht aufgeben, es schade jedoch nicht, sich bei zentralen Themen an die konservativen Wurzeln zu erinnern.

 

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